Down-Syndrom und Impfen 0

Vor kurzem sah ich mal wieder eine kurze Diskussion darüber ob und wann man sein Kind mit Down-Syndrom impfen soll. Die Fragestellerin hatte von ihrer Homöopathin die Empfehlung bekommen, da lieber noch zu warten.

Über die medizinische Qualifikation eines Menschen, der an Homöopathie glaubt (und ja, das ist nicht mehr als Glaube), kann man durchaus geteilter Meinung sein. Meine Meinung ist da ganz eindeutig.

Nun kann ich jemanden der Wehwehchen mit Placebo-Zuckerkügelchen behandelt, sehr gut ignorieren. Grippe, Beinschmerzen, Erkältung, blaue Flecken – egal. Schiebt Zauber-Zuckerkügelchen in den Patienten und fühlt Euch wohl dabei, das schadet nicht wirklich.

Aber den Empfehlungen der Stiko beim Impfen nicht zu folgen, ist unverantwortlich.
Ich korrigiere mich – es ist nicht unverantwortlich, es ist mindestens grob fahrlässig und man nimmt die Gesundheitsschäden am eigenen und an anderen Kindern billigend in Kauf.
Leider ist das Internet und die Gerüchteküche voll mit Verschwörungstheorien, aber es ist wie es ist.

Erfrischend war die Reaktion in dem Medium in dem die Frage hochkam. Gefühlt alle Eltern von Kindern mit Down-Syndrom haben die volle Impfreihe empfohlen.

Und das ist gut.